Geprüfte Blitzschutz-Fachkraft

Blitzschutz

Seit fast 250 Jahren gibt es Blitzschutzanlagen auf Gebäuden. Sie sorgen dafür, dass im Falle eines Einschlages der Blitzstrom gefahrlos zur Erde abgeleitet wird und somit keine Brände oder sonstige Schäden entstehen.


Unabhängig von behördlichen Auflagen sollten Gebäude auf jeden Fall eine Blitzschutzanlage erhalten

  • wenn sie ihre Umgebung deutlich überragen, wie Gebäude auf Bergkuppen, Hochhäuser oder Türme,

  • wenn sie eine weiche Dacheindeckung aus Holz oder Reet besitzen oder leicht entflammbare Materialien im Dachbereich eingebaut sind,

  •  wenn explosionsgefährliche Stoffe gelagert werden oder Gefahren von Industrieanlagen ausgehen,

  • wenn Menschen und Kulturgüter in besonderer Weise zu schützen sind.

Wenn keine besonderen Verordnungen vorliegen, ist die Errichtung einer Blitzschutzanlage eine freiwillige Entscheidung des Gebäudeeigentümers. In Deutschland sind in der Regel nur Schäden durch direkte Blitzschläge (Brände, Explosionen, Krafteinwirkungen) versicherbar. Indirekte Blitzschäden und daraus resultierende Kurzschluss- und Überspannungsschäden an elektrischen und elektronischen Einrichtungen werden dagegen meist nicht berücksichtigt

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Blitzschutz - eine Aufgabe für den Fachmann

Eine kurze Information über Blitze:

In unserer Erdatmosphäre finden ständig elektrostatische Entladungen statt, die sich in Form von Blitzen zwischen den Wolken und zwischen Wolke und Erde zeigen. In Deutschland gibt es in den Sommermonaten Juli und August durchschnittlich fünfmal öfter Gewitter als in den Wintermonaten Dezember bis Februar. Die Zahl der jährlichen Gewittertage und der Blitzeinschläge pro Quadratkilometer nimmt vom Norden nach Süden zu. Über Deutschland werden im Durchschnitt mehr als 750 000 Blitze pro Jahr gezählt.

Wenn auch die Energieinhalte der Blitze im Durchschnitt mit nur einigen Kilowattstunden relativ klein sind, so können doch bei einem Einschlag in einem Zeitraum einer tausendstel Sekunde in den Anlagen sehr hohe Blitzspannungen auftreten und Blitzströme von über 200 000 Ampere fließen.
Diese Ströme können dünne Drähte schmelzen oder andere Gegenstände so erwärmen, dass dadurch leicht entzündliche Stoffe in Gebäuden und technischen Anlagen in Brand geraten oder explodieren

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